{"id":521,"date":"2026-07-09T05:00:00","date_gmt":"2026-07-09T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=521"},"modified":"2026-07-09T05:00:00","modified_gmt":"2026-07-09T03:00:00","slug":"2026-07-03-fahrt-nach-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=521","title":{"rendered":"2026-07-03: Fahrt nach Bremen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nacht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziemlich gute Nacht. Ich wache gegen halb vier Uhr auf, aber da ich heute reisebedingt erst sp\u00e4ter los muss, schlafe ich bis f\u00fcnf Uhr weiter.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Traum von der Fortbildung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir tr\u00e4umt, ich bin in Oberhausen auf einer Fortbildung. Mit dabei ist auch eine Truppe von drei M\u00e4nnern und einer Frau, welche gerne kleine lustige H\u00f6rspiele produzieren. Sie nutzen dazu jeder eine speziell daf\u00fcr programmierte App. Jeder, der gerade an der Reihe ist, klickt seine Figur an und legt los. Leider wird die Einleitun des aktuellen St\u00fcckes von einer KI gesprochen. Ich h\u00e4tte es besser gefunden, wenn die Frau sie eingesprochen h\u00e4tte, denn sie ist mit Herzblut bei der Sache.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Veranstaltung gehe ich noch lang und weit spazieren, bis ich in meine Unterkunft, eine sehr gro\u00dfe Ferienwohnung, zur\u00fcckkehre. Auch wenn es bereits nach zwei Uhr nachts ist, m\u00f6chte ich hier nicht bleiben, sondern noch nach Duisburg fahren. \u00dcbernachtet habe ich hier auf dem Sofa, aber viele meiner Sachen liegen im Schlafzimmer. Erst als ich das Licht eingeschaltet habe, bemerke ich, dass ich einer von der lustigen Truppe hier im Bett liegt und schl\u00e4ft. Erst jetzt wird mir bewusst, dass wohl mehrere Leute in dieser Ferienwohnung untergebracht worden sind! Schnell schalte ich das Licht wieder aus und hole meine Sachen. Der Typ wird trotzdem wach und steht auf. \u00dcberall stehen leere Sektflaschen herum. Ich entschuldige mich f\u00fcr die St\u00f6rung, aber der Mann winkt nur freundlich ab. Sp\u00e4ter kommen noch andere Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer dazu. Man ist sektselig. Ich aber m\u00f6chte nach Hause.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterwegs muss ich aber noch in die Schule. Auch hier soll ein Rollenspiel stattfinden. Ein Sch\u00fcler schiebt einen Vorhang an der Wand beiseite und eine Tafel mit einem aufgemalten Kaufmannsladen kommt zum Vorschein. Die Lehrerin spielt eine Kundin. Ein paar Herren und ich m\u00fcssen die Rolle von Influencern \u00fcbernehmen. Das f\u00e4llt mir schwer, weil ich die Namen der ganzen bekannten Youtubeschw\u00e4tzer nicht kenne.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Morgen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als mich der Wecker weckt, bin ich gerade tief mit meiner Gewichtsdecke verstrickt und komme nur m\u00fchsam aus den Tiefen der Tr\u00e4ume an die Oberfl\u00e4che der Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Fr\u00fchst\u00fcck Kraftfutter mit zwei \u00c4pfeln (m\u00fcssen mal weg). Routiniertes Packen der restlichen Dinge in den Dufflebag. Ich schalte die \u00dcberwachungskamera und mache mich auf den Weg nach D\u00fcsseldorf, denn vor der Reise hat der Herr die Arbeit gesetzt.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gem\u00fctliche Fahrt mit dem RE19 nach D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Tirana gibt es Gro\u00dfdemonstrationen gegen ein geplantes Luxus-Ressort in einem Naturschutzgebiet. Demonstranten bewerfen Polizisten mit Eiern und Mehl. Wenn jetzt noch Paniermehl dazukommt, w\u00fcrde ich anfangen, mir Sorgen zu machen.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gewicht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gewicht ist wieder zweistellig und das beruhigt mich mehr als mir lieb ist. Es geht weiter. In einer ruhigen, dunklen Ecke meines Kopfes entstehen die Br\u00fcder Wunsch und Gedanke, vielleicht doch mal in Richtung Normalgewicht zu gehen.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Besprechung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine l\u00e4ngere Sitzung (Verbundsitzung), in der ich nur stiller Teilhaber bin. Zwischendurch kann ich meine Knifte essen und auch im B\u00fcro zuh\u00f6rend ein wenig hin- und herlaufen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Freitag erf\u00fcllt mich mit Vorfreude. Nicht weit von mir entfernt vorfreut sich jemand auf einen Konzertbesuch und ich freue mich schon auf die Fahrt nach Bremen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Leben ist (ein bisschen) sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fahrt nach Bremen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Hauptbahnhof ist die H\u00f6lle los, denn es ist nicht nur Freitag, sondern es spielen auch die Toten Hosen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen einer Oberleitungsst\u00f6rung hat mein ICE fast eine Stunde Versp\u00e4tung. Ich verliere ein wenig die Nerven (die drangvolle Enge auf den Bahnsteigen wird mir zu viel) und ich kaufe mir beim Fastfood-Giganten Burger. Immerhin keine Pommes, immerhin keinen Zucker.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zug ist es dann erstaunlich ruhig und gesittet. Der Zugf\u00fchrer sagt die Situation an: Die normale Strecke nach Duisburg ist gesperrt, wir werden \u00fcber die S-Bahngleise geleitet. Die Versp\u00e4tung wird sich wegen Stau noch weiter erh\u00f6hen. Immerhin sitze ich im Zug und ich sitze gut. Die Nerven flattern aber noch geh\u00f6rig nach.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zugf\u00fchrer erkl\u00e4rt au\u00dferdem, wie man nach Abschluss der Fahrt seine Fahrgastrechte in Anspruch nehmen kann. Ich finde es vor dem Hintergrund der ganzen Probleme der DB wenigstens als ehrlich. Man steht dazu, dass es nicht l\u00e4uft und man bekommt immerhin etwas Geld zur\u00fcck. Letztens hat Herr Buddenbohm ja geschrieben, dass jeder Tag ein \u201cimmerhin\u201c braucht (oder \u00e4hnlich &#8211; ich kann gerade nicht nachsehen). Die Deutsche Bahn hat auch ein gro\u00dfes \u201cImmerhin\u201c verdient.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B&amp;B<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Hauptbahnhof in Bremen kaufe ich eine Rosinenschnecke und einen Streuseltaler. Schamgef\u00fchle, Nervenbrand. Immer noch besser als Alkohol, denke ich.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Hotel ist nett, irgendwie klein (im Sinne von niedlich) und angenehm. Obwohl ich online eingecheckt und schon Zimmernummer und T\u00fcrcode bekommen habe, melde ich mich an der Rezeption, weil mir das sonst komisch vorkommt. Der Rezeptionistin sage ich das auch und die freut sich dar\u00fcber. Immerhin erfahre ich, dass ich doch Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr zwei Tage gebucht habe &#8211; in der Buchungsbest\u00e4tigung war das ein wenig undeutlich.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Zimmer ist f\u00fcr mich in Ordnung. Es gibt mehr Ablagefl\u00e4chen als im Ibis Budget und man sitzt zwar auch nur auf einem Hocker (es gibt zwei davon, falls mal Besuch kommt), aber der an der Wand angebrachte Tisch ist stabil und von praktischer Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles scheint hier gut organisiert und durchgetaktet zu sein: Zimmerreinigung nur alle drei Tage, kommt jemand mit einem Tiger oder einem H\u00f6llenhund ins Hotel, wird jedoch t\u00e4glich gereinigt. Will man vor Ablauf der Schmutzfrist einen feuchten Feudel in der Bude haben, kann man einen QR-Code scannen. Ich bin versucht, das mal ausprobieren, doch ich widerstehe der Versuchung. Bin ja kein Hund.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacht Ziemlich gute Nacht. Ich wache gegen halb vier Uhr auf, aber da ich heute reisebedingt erst sp\u00e4ter los muss, schlafe ich bis f\u00fcnf Uhr weiter. Traum von der Fortbildung Mir tr\u00e4umt, ich bin in Oberhausen auf einer Fortbildung. 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