{"id":271,"date":"2026-05-31T18:00:00","date_gmt":"2026-05-31T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=271"},"modified":"2026-05-31T18:00:00","modified_gmt":"2026-05-31T16:00:00","slug":"2026-05-27-hautkrebsscreening-summer-in-the-city","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kieselwiese.de\/?p=271","title":{"rendered":"2026-05-27: Hautkrebsscreening, Summer in the City"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nacht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eher schlechte, unruhige Nacht. Der Kopf ist noch voll von den Eindr\u00fccken, die bisher noch nicht verarbeitet werden konnten.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Traum von der Auff\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir tr\u00e4umt, ich bin im Elternhaus und es ist Besuch da. Alle Badezimmer sind blockiert, da gehe ich in den Keller. Pl\u00f6tzlich knallt es unten an der Kl\u00e4ranlage. Wir rennen aus und sehen ein kleines Kinderfeuerwerk abbrennen. Es kommen Leute vorbei. Sie feiern etwas und sind guter Stimmung. Alles Bekannte aus dem Dorf. Meine Mutter ist ganz ger\u00fchrt davon, dass Herr Z. ja jetzt mit einem guten Freund zusammen wohnt. Er ist Witwer und sein Kumpel Single. Der Kumpel k\u00fcmmert sich um den \u00e4lteren und kranken Z.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich muss dann aber los nach D\u00fcsseldorf. In der Haupthalle des Bahnhofes treffe ich Fl\u00f6te. Er hat mir zwei K\u00e4sten Diebels Alt auf einer Sackkarre mitgebracht. Au\u00dferdem ist er gleichzeitig Freund A., der mich in eine Theaterauff\u00fchrung einl\u00e4dt. Wir sitzen bald darauf im Publikum. A. zeigt mir Fotos von einer der jungen Frauen im Chor. Die kenne ich noch von einer anderen Auff\u00fchrung. Da hat sie mit einer anderen Frau zusammen irgendeine besondere Stimme gesungen. Ich kann mich aber nicht mehr an den Fachbegriff f\u00fcr die Gesangsstimme erinnern. Ganz kann ich mich nicht auf das St\u00fcck einlassen, denn in Gedanken \u00fcberlege ich, was ich mit den zwei K\u00e4sten Diebels Alt anfangen soll. Ich m\u00f6chte die ungerne mit dem Zug nach Duisburg transportieren. Ob ich sie in meine kleine Wohnung in D\u00fcsseldorf-Derendorf bringen sollte? Aber was soll ich dann damit dort? Ich lebe doch abstinent!<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Morgen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich stehe gegen sechs Uhr auf. Erst einmal die Fenster aufrei\u00dfen, um die morgendliche K\u00fchle reinzulassen!<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Waage<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Waage zeigt etwas mehr als 100 kg. Das hatte ich nach dem Zuckerflash und der momentanen Hitze erwartet. Deswegen ist das in Ordnung. Ich will mal sehen, wie ich das mit der Bewegung bei den Temperaturen vern\u00fcnftig bewerkstelligen kann. Vielleicht stehe ich in den n\u00e4chsten Tagen besonders fr\u00fch auf f\u00fcr einen ausgiebigen Morgenspaziergang, mache mittags eine Siesta und drehe dann abends noch eine Runde. Zum Gl\u00fcck habe ich ja noch den Rest der Woche frei.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Planungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich habe ich ja locker geplant, im Laufe des Urlaubs noch mal nach Paderborn zu fahren und das Heinz-Nixdorf-Forum zu besuchen (habe ja noch einen freien Eintritt). Das will ich mal vom Wetter abh\u00e4ngig machen. Bei &gt;30\u00b0 m\u00f6chte ich nicht in der Gegend herumfahren und -laufen.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zero\/Alpha, Alpha\/Zero<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich baue ja immer eine gewisse Bindung zu elektronischen Ger\u00e4ten auf. Deswegen habe ich ein wenig ein schlechtes Gewissen meinem Freewrite Alpha gegen\u00fcber. Immerhin schalte ich das Ger\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig ein, um den Akku nicht ganz unt\u00e4tig zu lassen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun hatte ich mal wieder Lust, auf dem Alpha herumzutippen und ich bin auf die Idee gekommen, den Zerowriter Ink und den Freewrite Alpha ab und an zu tauschen. Das f\u00fchlt sich dann wie ein ganz neues Ger\u00e4t an. Beide Ger\u00e4te haben ja auch ihre Vor- und Nachteile.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Tippern auf dem Alpha macht Freude. Die Tastatur ist besser verarbeitet und es ist sch\u00f6n, dass das Display bei meiner Version auf Wunsch beleuchtet werden kann. Allerdings vermisse ich sofort das gro\u00dfe E-Ink-Display des Zerowriters und die besseren M\u00f6glichkeiten zum Editieren.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sehe es als Privileg an, dass ich mir einfach aussuchen kann, welches Unterwegs-Schreibger\u00e4t ich denn heute einpacken m\u00f6chte. Ganz wie jemand, der vor seinem Kleiderschrank mit sch\u00f6nen Anz\u00fcgen steht und sich sein Outfit f\u00fcr den Tag zusammen sucht.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ersch\u00f6pfung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pfingstochsentour hat die momentane Ersch\u00f6pfung ein wenig \u00fcberdeckt und sie kommt noch mal wieder \u2013 gemeinsam mit dem, was mich die Reise selber gekostet. Trotzdem war es gut, mit D. mal wieder eine Stadt zu entdecken. Wir hatten gute, freundschaftliche Momente und ich habe neue Eindr\u00fccke bekommen. Ich kann ja nicht nur daheim in den Seilen h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder denke ich an diesen einen Urlaub, in dem ich ein Computerspiel (entweder KCD oder RDR2) sehr intensiv gespielt habe. Einmal habe ich w\u00e4hrend dieses Urlaubs meinen Ex-Schwippschwager zum Grillen besucht. Als ich ihm klagte &#8222;Ich verdaddele meinen ganzen Urlaub vor dem Computer!&#8220;, schaute er mich nur ganz lieb an und fragte mich: &#8222;Aber Markus! Ist Urlaub nicht die Zeit, in der man tun kann, was man will?&#8220; \u2013 und da hatte er nat\u00fcrlich Recht.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immerhin hilft mir die momentane Hitze dabei, den inneren Kritiker zur\u00fcck zu dr\u00e4ngen, denn es w\u00e4re ja h\u00f6chst <em>unvern\u00fcnftig<\/em>, wenn ich jetzt viel zu viel unternehmen w\u00fcrde!<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hautkrebsscreening<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Magengrummeln unterzeichne ich die Datenschutzerkl\u00e4rung f\u00fcr Doctolib, denn im Zweifel werfe ich dann doch lieber einem h\u00f6chst unsympathischen Konzern meine Daten in den Rachen als keinen Arzttermin zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Screening geht flott vonstatten. Eine nachwachsende Doktorin oder Arzthelferin guckt Herrn Doktor bei der Fleischbeschau zu und interessanterweise macht mir das \u00fcberhaupt nichts aus. Vielmehr empfinde ich sogar ein bisschen schwabbeligen Stolz auf mein Bindegewebe. Herr Doktor meint noch, dass ich mich bei ihm melden k\u00f6nne, wenn ich was gegen meine Zysten tun wolle. Das sei nur ein kleiner Eingriff. Ich verschweige an dieser Stelle, wo die Zysten bei mir sind, denn so k\u00f6nnen die Lesefr\u00f6schlein dar\u00fcber r\u00e4tseln, wenn sie m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Summer in the city<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 25 Grad verlieren die Menschen Textilien und mit ihnen einen gro\u00dfen Teil ihrer W\u00fcrde. Auch ich beuge mich dem Diktat der gro\u00dfen Wasserstoffbombe am Himmel und trage meinen peinlichen Safarihut. Damit sehe ich zwar aus, als woll ich Velociraptoren jagen, aber immerhin weniger bescheuert als der alte zottelige Mann mit dieser Sonnenbrille in Form des K\u00f6lner Doms.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedes Mal, wenn ich den Safarihut in die Hand nehme, muss ich lachen, weil da an den Seiten so Drukkn\u00f6pfe dran sind. Naive Fr\u00f6schlein werden sich nun fragen: &#8222;Wozu sind denn da Druckkn\u00f6pfe dran?&#8220; und ich l\u00e4chle wissend, t\u00e4tschele liebevoll mit trockener Hand dem Fr\u00f6schlein das Knie und erkl\u00e4re, dass man damit die Krempe beim Hochklappen befestigen kann und sie auf diese Weise nicht st\u00f6rt, wenn man mit dem Gewehr anlegt. Mit einem anlegef\u00e4higen Safarihut durch die duisburger Innenstadt laufen \u2013 viel unpassender kann man beinahe nicht bekleidet sein.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Summer in the city 2<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt so Tage, da schlendere ich durch die Stra\u00dfen oder sitze im Caf\u00e9 und schaue mir die Leute an. Ich sehe ihr L\u00e4cheln, wenn das Baby in ihren Armen strampelt. Mein Blick schweift \u00fcber ihre liebenswerten Frisuren, liegt wohlwollend auf ihren kleinen Sorgen und gro\u00dfen Freunden.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann gibt es Tage wie diesen hier.<\/p>\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachgr\u00fcpplicher Spaziergang<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine herzliche und herzige Verabschiedung in der Gruppe. Eine harte Nuss, ein dickes, fest verschn\u00fcrtes Paket. Viel Nebel. Viele Schwingungen im Raum und ich schwinge mit.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Gruppe bin ich mir unsicher, ob ich noch eine Runde durch den Stadtwald gehen oder einfach heim in die B\u00e4renh\u00f6hle soll. Folge ich einfach wieder dem Ruf der Pflicht, wenn ich meine t\u00e4gliche Schrittzahl erreichen zu m\u00fcssen meine?<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gedanke an die Zahl auf der Waage heute gibt den Ausschlag und ich biege an der Uni in den Wald ein. Es ist herrlich hier! Im Waldb\u00fcro tippe ich diese Zeilen und es f\u00fchlt sich alles richtig an. Das Schrittziel erreiche ich eher nebenbei.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacht Eher schlechte, unruhige Nacht. Der Kopf ist noch voll von den Eindr\u00fccken, die bisher noch nicht verarbeitet werden konnten. Traum von der Auff\u00fchrung Mir tr\u00e4umt, ich bin im Elternhaus und es ist Besuch da. Alle Badezimmer sind blockiert, da gehe ich in den Keller. 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